Sanieren mit Plan: Wie der iSFP Ihre Immobilie zukunftssicher macht
Steigende Heizkosten, neue gesetzliche Anforderungen und ein wachsendes Bewusstsein für
Energieeffizienz – all das führt dazu, dass viele Eigentümer über eine Modernisierung oder
energetische Sanierung nachdenken. Wer den Wert seiner Immobilie langfristig sichern will,
kommt um das Thema kaum herum.
In Städten wie Köln gelten rund 75 bis 80 Prozent der Wohngebäude als sanierungsbedürftig,
ein deutliches Zeichen dafür, wie groß der Handlungsbedarf ist.
Damit die Sanierung nicht planlos oder überstürzt erfolgt, bietet der individuelle
Sanierungsfahrplan (iSFP) eine klare Orientierung: Er zeigt, welche Schritte sinnvoll sind,
wann sie sich lohnen und wie Eigentümer dabei von staatlicher Förderung profitieren können.
Was genau ist der iSFP?
Ob neue Heizung, barrierefreies Bad oder besser gedämmte Fassade – wer seine Immobilie
modernisieren möchte, steht als erstes vor der Herausforderung herauszufinden, welche Maßnahme
wann am sinnvollsten ist und ob diese sogar gefördert werden könnte.
Genau dabei hilft der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP). Er zeigt, welche Maßnahmen an Ihrem
Gebäude sinnvoll sind, in welcher Reihenfolge diese technisch am meisten bringen und wie Sie dabei
staatliche Förderungen optimal nutzen können.
Das Besondere: Der iSFP ist kein verbindlicher Maßnahmenplan, sondern ein Leitfaden, der
verschiedene Sanierungsschritte aufzeigt und Raum für Ihre eigene Planung lässt.
Sie entscheiden also selbst, wann Sie welchen Modernisierungsschritt Sie umsetzen möchten.
Wichtig ist nur, dass diese Maßnahme im Fahrplan enthalten ist, damit Sie die Förderungen voll
ausschöpfen können.
Was kostet ein iSFP & welche Förderung gibt es?
Die Erstellung eines iSFP kostet in der Regel zwischen 1.000 und 2.500 Euro, abhängig von der
Gebäudegröße und dem Aufwand.
Ein großer Vorteil bei Ihrem individuellen Sanierungsplan ist, dass das Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle (BAFA) 50 Prozent der Kosten übernimmt. Das bedeutet in der Praxis:
• bis zu 650 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser
• und bis zu 850 Euro bei Mehrfamilienhäusern.
Damit reduzieren sich die eigenen Kosten auf rund 700 bis 1.200 Euro und als Eigentümer profitieren
Sie zusätzlich von einer klaren Strategie für künftige Modernisierungen.
Vorteile des iSFP auf einen Blick
Wer seine Immobilie Schritt für Schritt modernisieren möchte, profitiert mit einem iSFP gleich
mehrfach:
- Mehr Förderung: 5 % zusätzlicher Zuschuss auf BEG-geförderte Maßnahmen.
- Planungssicherheit: Klare Struktur und Reihenfolge der Sanierungsschritte.
- Wertsteigerung: Modernisierte Immobilien sind attraktiver am Markt.
- Nachhaltigkeit: Weniger Energieverbrauch, geringere CO₂-Emissionen.
- Flexibilität: Maßnahmen können in individueller Reihenfolge umgesetzt werden.
So wirkt sich der 5 %-Bonus in Zahlen aus
Ein wichtiger Vorteil des iSFP ist der zusätzliche Förderbonus von 5 Prozent auf empfohlene
Maßnahmen.
Was auf den ersten Blick nach einer kleinen Zahl aussieht, macht in der Praxis oft mehrere Tausend
Euro aus.
Hier zwei Beispiele aus der Region, die das verdeutlichen:
Beispiel 1: Neue Fenster
Sie planen den Austausch Ihrer alten Fenster.
- Gesamtkosten: 15.000 €
- Reguläre Förderung: 15 % = 2.250 €
- Mit iSFP-Bonus: 20 % = 3.000 €
→ Sie sparen 750 € mehr
Beispiel 2: Barrierefreier Badumbau
Ein modernes, barrierefreies Badezimmer erhöht nicht nur den Komfort, sondern steigert auch
den Immobilienwert.
- Gesamtkosten: 25.000 €
- Reguläre Förderung: 15 % = 3.750 €
- Mit iSFP-Bonus: 20 % = 5.000 €
→ 1.250 € zusätzlich gespart
Diese Beispiele zeigen: Der iSFP rechnet sich oft schon nach der ersten Maßnahme.
So erhalten Sie Ihren iSFP
Die meisten Hauseigentümer sind sich durchaus im Klaren darüber, dass eine Sanierung
sinnvoll ist, langfristig Kosten spart und eine gute Investition für die Zukunft Ihrer Immobilie
darstellt. Trotzdem befürchten manche, dass dieses Vorgehen mit einem hohen Arbeits- und
Zeitaufwand einhergeht.
Die gute Nachricht für Sie: Der Ablauf ist unkompliziert, übersichtlich und beansprucht
weniger Zeit als man erwarten würde. Von der ersten Beratung bis zum fertigen Plan sind nur
wenige Schritte erforderlich.
- Berater auswählen: Wählen Sie einen zertifizierten Energieberater aus, der beim BAFA
(Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gelistet ist. Eine Übersicht finden Sie auf
der offiziellen BAFA-Website oder über regionale Energieagenturen, etwa die EnergieAgentur
NRW oder kommunale Beratungsstellen. - Vor-Ort-Termin: Sie sprechen einen Termin ab, bei dem Ihre Immobilie von der
Fassade bis zum Heizkeller genaustens analysiert wird. - Datenauswertung und Analyse: Energieverbrauch, Zustand und Einsparpotenziale
werden für Sie berechnet. - Erstellung des Fahrplans: Sie erhalten ein verständliches, farblich gegliedertes
Dokument mit Handlungsempfehlungen. - Umsetzung nach Wunsch: Sie entscheiden, wann und welche Maßnahmen Sie
angehen, dabei bleibt der Plan bleibt 15 Jahre gültig.
Der iSFP ist also kein verpflichtender Sanierungsplan, sondern dient vor allem als
Orientierungshilfe. Auch nach der Erstellung des Sanierungsfahrplans lässt Ihr Energieberater Sie
nicht allein, sondern begleitet Sie bei Bedarf weiter, wie zum Beispiel bei der Umsetzung oder bei
Fragen zu Förderungen.
Unser Tipp: Da der iSFP 15 Jahre gültig bleibt, kann nach einigen Jahren eine Überprüfung sinnvoll
sein, um zu sehen, ob neue Förderprogramme oder technische Entwicklungen Anpassungen
ermöglichen.
iSFP: Der einfache Weg zur zukunftssicheren Immobilie
Egal ob Sie in Köln, Bonn oder im Rhein-Erft-Kreis wohnen:
Ein individueller Sanierungsfahrplan ist der erste Schritt zu einer energieeffizienten,
komfortablen und wertbeständigen Immobilie.
Er hilft Ihnen, den Überblick zu behalten, Förderungen optimal zu nutzen und Ihr Zuhause
nachhaltig für die Zukunft aufzustellen.
FAQ zum iSFP (individueller Sanierungsfahrplan)
Was ist der iSFP?
Der iSFP ist ein offizielles Energieberatungsinstrument, das Eigentümern hilft, Sanierungen
sinnvoll zu planen und Förderungen optimal zu nutzen.
Wer erstellt den iSFP?
Nur zertifizierte Energieberater:innen, die beim BAFA gelistet sind, dürfen den iSFP erstellen.
Wie lange ist der iSFP gültig?
Der Sanierungsfahrplan bleibt 15 Jahre gültig. Innerhalb dieses Zeitraums können Sie
Maßnahmen flexibel umsetzen.
Welche Förderung gibt es für den iSFP selbst?
Das BAFA übernimmt bis zu 50 % der Kosten, maximal 650 € bei Einfamilienhäusern und
850 € bei Mehrfamilienhäusern.
Kann ich auch barrierefreie Umbauten in den iSFP aufnehmen lassen?
Ja. Auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit oder zum Wohnkomfort können Teil des iSFP sein
und vom 5 %-Bonus profitieren.











